Um 8.00 Uhr sind wir schon auf den Beinen. Ein letzter Höhepunkt unserer Reise sind die Breves Kanäle. Das sind natürliche Flussverbindungen zwischen dem Golf von Para und dem Amazonas-Delta. Das enge Kanalsystem ist sehr eindrucksvoll. Nur für kleine Schiffe, wie die MS Bremen gibt es eine Verbindung durch die schmalen, windungseichen Fahrtwege. Während Stunden werden wir links und rechts von kleinen Booten begleitet. Für Kinder und Erwachsene muss es eine Abwechslung sein mit ihren Kanus in die vom Schiff verursachten Wellen zu fahren. Es wird gerufen, gelacht und vor Freude gejauchzt. Wir sehen viele kleinst Dörfer und Sägereien. Hier leben die Leute vorwiegend vom Holzschlag.
Unsere gute Stimmung wird langsam getrübt. Der Vulkan macht sich wieder bemerkbar. Einige Flüge wurden schon gestrichen. Uns bleibt nichts anderes übrig als abzuwarten. Anlässlich unseres letzten Recap werden wir informiert, dass Paris und Zürich (noch) offen ist. Thomas Bucheli zeigt sich vorsichtig optimistisch, dass wir fliegen können. Wenn der Vulkan nicht eine neue Wolke auf Reisen schickt, dann sollten wir am Montag in Zürich landen. Mit Sicherheit werden wir morgen von Belem nach Sao Paolo fliegen und mit etwas Glück geht es nach vier Stunden weiter nach Paris und nach einer nochmaligen Wartezeit von vier Stunden weiter nach Zürich. Wie sagte ich schon am Anfang dieser Reise: Die Hoffnung stirbt zuletzt.